Ende Juni 2008 legte economiesuisse – der Verband der Schweizer Unternehmen – ein Positionspapier vor mit dem Titel „Kampf gegen Korruption: Herausforderung für die Unternehmen". Ausgangspunkt für die Initiative ist laut economiesuisse die Erkenntnis, dass für viele im Ausland tätige Schweizer Unternehmen Korruption ein ernsthaftes Problem ist.
Neben unternehmensinternen Compliance-Programmen setzt sich die Wirtschaft seit Jahren auch auf politischer Ebene für eine wirksame, verhältnismässige und international koordinierte Korruptionsbekämpfung ein. Ob aller Überzeugung für den Sinn der Korruptionsbekämpfung streicht economiesuisse aber heraus, dass das rechte Augenmass auch in diesem Compliance-Bereich gewahrt bleiben muss. Für die Unternehmen ist entscheidend, dass nicht neue Ungleichheiten geschaffen werden. Massnahmen und Regelungen zur Korruptionsbekämpfung müssen entsprechend international koordiniert sein und für alle Unternehmen – auch solche aus Entwicklungs- und Schwellenländern – gelten. Ferner muss die Verhältnismässigkeit gewahrt werden. Die normale Geschäftsabwicklung und die unternehmerische Freiheit dürfen nicht ungebührlich eingeschränkt werden.